Kloster Eberbach

Die Erweiterung des „Kloster Hotel“ nimmt die vorhandenen Qualitäten der bestehenden Klosteranlage auf und ergänzt diese mit zwei weiteren Gebäudekörpern (Empfangshaus und Gästehaus) im Norden des Grundstücks. Die Positionierung nimmt die Struktur der alten Mauer auf und schafft einen nach Südwesten und Nordwesten ausgerichteten zusammenhängenden und geschützten Freiraum (Landschaftlicher Schwellenraum). Bestehende Bäume am Hang sollen erhalten werden. Durch die geschickte Positionierung des neuen Empfangshaus (Pavillonthema) muss hierbei nicht in das südlich bestehende Hotel eingegriffen werden.

Die Bauten des Klosters basieren auf einem rechteckigen Grundrissschema, über das die einzelnen, in ihrer Architektur unterschiedlichen Gebäude zu einem Gesamtkomplex verbunden sind. Die Zwischenräume bilden ein Geflecht von ebenfalls rechteckigen Räumen, die invers dem Innenraumschema entsprechen. Der Innere Komplex wird durch einzelne Gebäude um-stellt, die anderen Richtungen folgen und das Kloster wie Zuschauer in Augenschein nehmen. Im Unterschied zum zentralen Klosterbereich sind die umstellenden Gebäude in großem Ab-stand zueinander platziert, wodurch sich große Durchblicke zum umgebenden Grünraum erge-ben. Die beiden gegensätzlichen räumlichen und funktionalen Typologien, der große Kern im Innern und der aufgelockerte lockere Ring der einzelnen Bauten im Umfeld wird mit einem dritten Element, der Klostermauer wie mit einem Gürtel zusammengehalten. Jede bauliche Maßnahme muss sich diesem übergeordneten Raumkonzept unterordnen.