







Neubau Besucher und Informationszentrum Biosphärengebiet Schwarzwald in Todtnau

Die Staffelung des Baukörpers: Um das Gebäude bestmöglich in die Landschaft zu integrieren, wird es in drei Ebenen gegliedert und diese versetzt zueinander in den Hang gebettet. Rund ein Drittel des Bauvolumens liegen verborgen im Erdreich, der Rest fügt sich mit seinen begrünten Flachdächern wie selbstverständlich in das terrassierte Gelände. Ziel ist es, auf die Topografie einzugehen, Architektur und Natur zusammenzuführen und durch Materialität und Begrünung der Terrassenteile den Bezug zu dem, von Natur geprägten Umfeld, herzustellen.

Die neue Mitte und Vernetzung: Unter Berücksichtigung des Geländes wird ein neuer zentraler Besucher- und Informationszentrum am Kreuzungspunkt der Hauptfußgängerwege entwickelt. Dieser bildet künftig als Schnittpunkt aller wesentlichen Sichtachsen das erlebbare Zentrum. Angrenzend an dem Platz vermitteln tribühnenartige Sitzstufen, eine Rampe sowie eine Treppenanlage zwischen den vorhandenen Niveauunterschieden auf dem Gelände. Bei schönen Sommertagen oder Veranstaltungen wird diese bauliche Anlage zum kommunikativen Zentrum.




Architektonischer Realisierungswettbewerb Hotelerweiterung
Die Erweiterung des „Kloster Hotel“ nimmt die vorhandenen Qualitäten der bestehenden Klosteranlage auf und ergänzt diese mit zwei weiteren Gebäudekörpern (Empfangshaus und Gästehaus) im Norden des Grundstücks. Die Positionierung nimmt die Struktur der alten Mauer auf und schafft einen nach Südwesten und Nordwesten ausgerichteten zusammenhängenden und geschützten Freiraum (Landschaftlicher Schwellenraum). Bestehende Bäume am Hang sollen erhalten werden. Durch die geschickte Positionierung des neuen Empfangshaus (Pavillonthema) muss hierbei nicht in das südlich bestehende Hotel eingegriffen werden.



Die Bauten des Klosters basieren auf einem rechteckigen Grundrissschema, über das die einzelnen, in ihrer Architektur unterschiedlichen Gebäude zu einem Gesamtkomplex verbunden sind. Die Zwischenräume bilden ein Geflecht von ebenfalls rechteckigen Räumen, die invers dem Innenraumschema entsprechen. Der Innere Komplex wird durch einzelne Gebäude um-stellt, die anderen Richtungen folgen und das Kloster wie Zuschauer in Augenschein nehmen. Im Unterschied zum zentralen Klosterbereich sind die umstellenden Gebäude in großem Ab-stand zueinander platziert, wodurch sich große Durchblicke zum umgebenden Grünraum erge-ben. Die beiden gegensätzlichen räumlichen und funktionalen Typologien, der große Kern im Innern und der aufgelockerte lockere Ring der einzelnen Bauten im Umfeld wird mit einem dritten Element, der Klostermauer wie mit einem Gürtel zusammengehalten. Jede bauliche Maßnahme muss sich diesem übergeordneten Raumkonzept unterordnen.


Erweiterung Kreismuseum Syke, Hochbaulicher Realisierungswettbewerb, Auslober: Landkreis Diepholz

Ziel war es, eine zeitgemäße Haltung zu der Gestaltung des Gebäudes zu entwickeln und dieses durch einfache, wirtschaftliche aber anspruchsvolle Mittel umzusetzen. Das bedeutet, durch geschickte Details und dem Vermeiden von unnötigen sowie störenden Bauelementen eine klare Form und spannende Architektur zu schaffen. Eine Lochfassade, die in einen spannenden Rhythmus gesetzt wird und über eine entsprechende Komposition verfügt, soll den eigenständigen Charakter des Gebäudes unterstreichen. Die Platzgestaltung der Außenbereiche soll Räume der Begegnung schaffen, die zu den jeweiligen Ebenen und Funktionsbereichen die adäquate außenräumliche Kulisse bieten soll.


Der Wettbewerbsbeitrag stellt mit seinen eigenständigen Formen und deren Gefüge bewusst eine klare Haltung zum heterogenen städtebaulichen Kontext dar. Der bewusste Formendialog zu der bestehenden Bebauung äußert sich durch die Grundformen die der Neubau aufweist. Mit der Anordnung des Baukörpers und der Plätze sowie Gemeinschaftsfächen soll eine Verflechtung der Wege und Plätze entstehen, die Gemeinschaft bilden soll und nicht Abgrenzung. Zusammengehörigkeit und nicht Abschottung. Das Konzept basiert auf eine wohlproportionierten Form als auch Ausrichtung und soll sich harmonisch in das bestehende Ensemble einfügen, welche durch die versetzte Anordnung eine Spannung erzeugt, die klare Kanten unterbricht und durch Vor- und Rücksprünge, spannende räumliche Situationen entstehen lässt. Diese städtebaulichen Momente, die so generiert werden, sind prägend für den Ort und stiften eine wiedererkennbare Identität, letzlich auch für den Neubau.